Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR

Betroffene von Zwangsadoptionen und Säuglingstod / Kindestod der ehemaligen DDR suchen Ihre Kinder

Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme freuen

A U F R U F
gesucht werden Gesprächspartner zum Thema „gestohlene Babies in der DDR“ für ein
Radio-Feature:

Liebe Community!

Liebe Angehörige und Adoptiveltern, Jugendhilfemitarbeiter*innen, Kinderärzte, Hebammen, Krankenschwestern oder Stationsärzte, Pathologen aus der ehemaligen DDR,
Liebe Betroffene von Zwangsadoption und Säuglingstod / Kindestod in der ehemalige DDR,
Liebe Mitarbeiter der ehemaligen Jugenderziehungsanstalten und der Säuglingsheime, Kinderheime und Wochenkrippen der ehemaligen DDR sowie Angehörige des Staatssicherheitsdienstes und der Volkspolizei der ehemaligen DDR,
Liebe Mitarbeiter der Standesämter, der Räte der Städte oder Kreise und Beschäftigte der Friedhöfe,
Liebe Mitglieder der Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR,

Als Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR vertreten wir die Anliegen tausender Betroffener von Zwangsadoptionen und ungeklärtem Säuglingstod und Kindstod in der ehemaligen DDR.
Bereits 2018 haben wir als größte Betroffenenorganisation Deutschlands eine Petition für die Verbesserung der Bedingungen zur Aufarbeitung und Aufklärung des Unrechts in der ehemaligen DDR an die Bundespolitik überreicht. Noch im gleichen Jahr haben die Bundestagsfraktionen aus CDU/CSU und SPD einen Entschließungsantrag zur Umsetzung unserer Forderungen in den Deutschen Bundestag und in die Gesetzgebungsberatungen eingebracht.
Neben der dauerhaften Aufbewahrung der zeithistorischen Dokumente und dem Recht auf Aufklärung für die Betroffenen, wurde auch die Einführung einer bundesweiten zentralen DNA-Datenbank beschlossen.  
Im Auftrage des Deutschlandfunks ist nun die Radioautorin Rilo Chmielorz mit einem spannenden Radiofeature-Projekt an uns herangetreten, das wir unbedingt unterstützen möchten.
Weitere Informationen zum Aufruf von Frau Chmielorz finden sie im unteren Teil dieses Schreibens.
Anlässlich des diesjährigen Jubiläums „30 Jahre Mauerfall“ möchten wir Sie alle dazu aufrufen, sich zu den Vorgängen rund um die Kindeswegnahmen in der DDR, zu äußern.
Gesucht werden u.a. Fälle, bei denen sowohl die biologischen als auch die Adoptiveltern bereit sind zu sprechen, so dass auch die ehemals Beteiligten die Chance haben, die Umstände und möglicherweise auch die jeweilige Zwangs- oder Drucksituation zu erläutern, unter denen ehemals Beschäftigte und Beauftragte in den damaligen staatlichen Einrichtungen und Behörden gestanden haben.
Deshalb möchten wir alle Beteiligten auffordern, sich entweder bei uns als Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR zu melden unter:

 

oder den direkten Kontakt mit der Autorin, Frau Chmielorz, aufzunehmen unter:

rilochmielorz@gmail.com
oder unter der Telefonnummer
0171 80 55 063
und sich bei dem anschließend verabredeten Radio-Feature-Interview umfassend und authentisch zu äußern.
Die Anonymität kann im Einzelfall durch die Redaktion zugesichert werden!!!
Haben sie alle vielen Dank für Ihren Mut und Ihren Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit!
Als Vorstand der Interessengemeinschaft gestohlene Kinder der DDR schließen wir diesen Aufruf mit dem Zitat, das wir zu unserem Wahlspruch und zum Gegenstand unseres Logos gemacht haben:


Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befiehlt es!
Marc Aurel (121 - 180), römischer Kaiser und Philosoph


Mit freundlichen Grüßen
Ihr/Euer
Frank Schumann
Pressesprecher der IGGKDDR



rilo chmielorz
rilochmielorz@gmail.com

Berlin im September 2019

Liebe Betroffene, liebe Beteiligte und Akteure,
sehr geehrte Damen und Herren,
Heute wende ich mich an Sie mit einem besonderen Anliegen im Auftrag des Radiosenders Deutschlandfunk. Es geht um ein Radio-Feature, in dem es um das weite Feld der gestohlenen Kinder gehen soll in der DDR und in Spanien. Wir haben uns zur besonderen Aufgabe gemacht in unserem Feature das Systematische, das Systemische der jeweiligen Gesellschaftsordnungen mit in den Fokus zu nehmen.
Das bedeutet, dass wir die traurigen Geschichten nicht ausschließlich aus der Perspektive der Opfer erzählen wollen, sondern auch aus der Perspektive der Akteure im System. Akteure - das können vermeintliche Adoptiveltern sein, Krankenhauspersonal, Bestatter, Mitarbeiter von Standesämtern etc. etc. sein.
Wir sind davon überzeugt, dass es an der Zeit ist den Fokus zu öffnen und miteinander ins Gespräch zu kommen, denn zu lange wurde geschwiegen. Dabei soll es um die Erzählung der persönlichen Geschichten gehen. Wie kam es damals dazu? Welcher Situation, welchem Druck war man ausgesetzt?

Deshalb suchen wir Gesprächspartner, die sich vorstellen können als Protagonisten in diesem Radio-Feature mitzuwirken. Ohne Sie und Ihre Kooperation kann es kein Radio-Feature geben. Wir öffnen für Sie den Raum zu sprechen!
Wir wissen, dass es schwer ist für die Opfer darüber zu sprechen und wir wissen auch, dass es schwierig ist für die Akteure darüber zu sprechen. Wenn Sie anonym bleiben möchten, so ist das unter besonderen Umständen möglich.
Der Aufwand für ein solches Interview ist relativ gering. Zeitlich richte ich mich da ganz nach Ihnen, komme zu Ihnen nachhause oder treffe Sie an einem ruhigen Ort Ihrer Wahl.
Gerne nehmen wir auch Hinweise und/oder Kontakte entgegen, die uns in der Recherche weiterhelfen. Zur Kontaktaufnahme schicken Sie mir eine E-Mail unter

rilochmielorz@gmail.com
oder rufen Sie mich an unter
0171-80 55 083.
Mit herzlichem Dank im Voraus für Ihre Mitarbeit
und besten Grüßen

Rilo Chmielorz
Radio-Feature-Autorin und Produzentin
im Auftrag von Deutschlandfunk

 

Bitte besuchen Sie diese Seite bald wieder. Vielen Dank für ihr Interesse!


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